13.03.2019 18:42

Calw Charlottenhöhe Calw

Baden-Württemberg

Zwei Explosionen in der Charlottenhöhe beschäftigen Polizei und Feuerwehr

Zwei laute Explosionen in den Gebäuden der einstigen Heilanstalt schreckten am 13.03.2019 gegen 18:42 Uhr die Einwohner der Charlottenhöhe auf. Augenzeugen nahmen war, wie sich drei Personen mit 2 Fahrzeugen vom Tatort schnell entfernten und verständigten Feuerwehr und Polizei.

Bei der ersten Lageerkundung stellte der Kommandant der Feuerwehr Schömberg Rainer Zillinger fest, dass sich die Trümmerteile und Glasscherben in Folge der Explosionen über einen Radius von ca. 50 m ums Gebäude verteilt hatten. In Abstimmung mit der Polizei erfolgte die Festlegung, dass die Einsatzkräfte das Gebäude nicht betreten, da nicht auszuschließen war, dass weitere Sprengsätze im Gebäude vorhanden sein könnten.

Die weitere Lageerkundung beschränkte sich daher erst einmal auf die Sicherung der Umgebung durch eine weite Absperrung des Gefahrenbereiches und eine Inaugenscheinnahme des Gebäudes durch die Fenster über die außenliegende Rettungstreppe. Parallel dazu konnte die Polizei im Bereich Calmbach drei Tatverdächtige festsetzen, auf die die Täterbeschreibung der Zeugen passte.

Die Polizei entschloss sich, Spezialisten anzufordern, die im Umgang mit Sprengstoff speziell ausgebildet und geschult sind. Um jedwede Gefährdung von unbeteiligten Dritten auszuschließen wurde an den beiden Zugangsstraßen zur Charlottenhöhe Zugangskontrollen eingerichtet. Auf Grund der ersten Erkenntnisse ließ Einsatzleiter Zillinger auch die SEG Schömberg und SEG Calw sowie den Rettungsdienst vorsorglich alarmieren. Die Kräfte des Roten Kreuzes übernahmen dabei auch die Versorgung der wartenden Einsatzkräfte der Feuerwehr. Bürgermeister Matthias Leyn war ebenfalls vor Ort gekommen und ließ sich in die Lage einweisen.

Gegen 21:30 Uhr trafen die angeforderten Spezialkräfte an der Einsatzstelle ein. Nach kurzer Absprache mit der Einsatzleitung der Feuerwehr wurde entschieden, dass das Gebäude zusammen mit einem Trupp der Feuerwehr abgesucht wird. Im Rahmen der Untersuchung konnten keine weiteren Sprengsätze festgestellt werden.

Danach konnten die Kräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz zusammenpacken und wieder in ihre Feuerwehrhäuser bzw. Standorte einrücken. Im Einsatz war die Feuerwehr Schömberg mit 6 Fahrzeugen und ca. 30 Einsatzkräften. Unterstützung leistete beim Absperren der Zufahrtsstraße aus Richtung Calmbach die Abt. Calmbach der Feuerwehr Bad Wildbad mit 2 Fahrzeugen und 8 Einsatzkräften. Stark vertreten waren auch die Helfer des Roten Kreuzes mit 6 Fahrzeugen und etwa 30 Personen, darunter auch der organisatorische Leiter Rettungsdienst und der leitende Notarzt.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei übernommen. Die Einsatzleitung Feuerwehr bedankt sich für das sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeiten mit den Kräften des Roten Kreuzes und der Polizei in dieser nicht alltäglichen Lage. Der Einsatz war 22:30 Uhr beendet.

Kreisfeuerwehrverband Calw e.V.

 

Weitere Berichte zu diesem Einsatz:

Schömberg: Explosionen in ehemaliger Heilanstalt Charlottenhöhe - Schwarzwälder Bote

Detonationen in Hauptgebäude der Charlottenhöhe. Spaziergänger alarmieren Polizei.


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