11.07.2020 10:31

Pulheim Brauweiler Rhein-Erft-Kreis

Nordrhein-Westfalen

Feuer in Recyclingbetrieb

Löscharbeiten bei einem Feuer auf dem Hofgelände eines Recyclingbetriebes in Pulheim-Brauweiler dauerten Stunden an. Die Feuerwehr war mit insgesamt über 140 Einsatzkräften vor Ort und wurde auch von auswärtigen Einheiten unterstützt. Eine Brandwache wird die gesamte Nacht vor Ort sein.

Am Samstag, 11.07.2020, wurden die Löschzüge Brauweiler und Geyen, sowie die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Pulheim, kurz nach 10:30, zu einem Feuer auf dem Betriebsgelände eines Recyclingunternehmens im Brauweiler Industriegebiet alarmiert.
Bei Eintreffen des ersten Löschzugs aus Brauweiler wurde durch den Einsatzleiter, Brandoberinspektor Maik Billstein, festgestellt, dass gepresste Papierballen, die auf dem Hofgelände des Betriebes gestapelt gelagert wurden, in Brand geraten waren. Ein Mitarbeiter der Firma, der selber bereits Löschversuche unternommen hatte, musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung durch den Notarzt behandelt und ins nächstgelegene Krankenhaus transportiert werden.
Ein LKW, der schon Feuer gefangen hatte, konnte durch die Einsatzkräfte vom Hof gefahren und so nur leicht beschädigt geborgen werden.
Aufgrund des Schadensbildes wurde zunächst der Löschzug Pulheim, kurz später auch der Löschzug Stommeln zur Unterstützung angefordert.
Während in diesem Hofabschnitt der Brand abgelöscht wurde, gerieten auf dem Gelände in einiger Entfernung weitere Papierballen in Brand. Mit Unterstützung von Mitarbeitern des Recyclingbetriebs wurden insgesamt etwa 2.000 m³ Papierballen mit einem Umschlagbagger auseinandergezogen und konnten dann – teils auch mit Schaummitteln - abgelöscht werden. Die Feuerwehr nahm hierzu zwei Wasserwerfer über die Drehleiter und die Teleskoprettungsbühne, sowie eine Vielzahl an Strahlrohren, vor. Im Zuge der ausgedehnten Maßnahmen wurden weitere Kräfte aus dem Kreis und über die Kreisgrenze hinaus aktiviert. Kräfte aus Elsdorf übernahmen mit drei Fahrzeugen den Brandschutz für das Stadtgebiet Pulheim. An der Einsatzstelle wurden – auch aufgrund des andauernden Einsatzes – verstärkte Atemschutzgeräteträger, aber auch entsprechende Ersatzausrüstungen, eine Teleskopbühne und weiteres Schaummittel notwendig.
Hier unterstützten Kräfte aus Frechen, Bergheim, Kerpen und Düren. Im Gesamten waren neben dem Rettungsdienst rollierend gut 140 Feuerwehrleute mit über 30 Fahrzeugen im Einsatz. Während des Einsatzes musste ein Feuerwehrmann dehydriert kurz vom Rettungsdienst versorgt werden, war aber nach kurzer Zeit wieder fit. Eine seiner Kolleginnen kam zu Fall und wurde vorsorglich vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert. Kontrollen während des Einsatzes ergaben, dass für die Bevölkerung durch die Rauchentwicklung keine Gefahr bestand.

Der Schwerpunkt der Löschmaßnahme benötigte etwa sechs Stunden. Die Nachlöscharbeiten waren bei Erstellung des Berichtes noch nicht abgeschlossen und für die Nacht von Samstag auf Sonntag wurde eine Brandwache mit einem Feuerwehrfahrzeug vom Einsatzleiter angeordnet.

Wolfgang Schmitt, stellv. Pressesprecher Feuerwehr Pulheim


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