17.11.2020 01:00

Singen am Hohentwiel Singen

Baden-Württemberg

Altehrwürdige Scheffelhalle brennt bis auf die Grundmauern nieder


Bild: Feuerwehr Singen


Von Fonzie - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=96222144

Die Scheffelhalle in Singen ist nicht mehr - ein symbolischer Ort, auch für viele Feuerwehrangehörige - die Anzahl der in der Scheffelhalle in den letzten 95 Jahren gestifteten Ehen von Feuerwehrleuten ist eine unüberschaubar große Zahl. So war es auch wenig verwunderlich, dass viele Einsatzkräfte mit den Tränen kämpfen mussten als sie die Halle im Vollbrand sahen.

Die automatische Brandmeldeanlage, die vor einigen Jahren installiert wurde, löste um 0:58 Uhr Alarm aus - erste Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr waren um 1:05 Uhr vor Ort - in dieser Zeit stand der Dachstuhl bereits komplett in Flammen und bereits gegen 1:30 war von der charakteristischen Dachform der Scheffelhalle nichts mehr zu erkennen.

Die Freiwillige Feuerwehr Singen war mit 15 Fahrzeugen und rund 60 Einsatzkräften aus dem gesamten Stadtgebiet vor Ort, ebenso wie unsere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rielasingen-Worblingen, die mit einer 2. Drehleiter die Löscharbeiten unterstützen. Die Polizei war mit mehreren Streifen vor Ort, Rettungsdienstkräfte des ASB Singen sorgten für den Eigenschutz der Einsatzkräfte. OB Bernd Häusler war ebenfalls vor Ort und zeigte sich schockiert davon, dass die Fasnet in Singen zumindest einen Großteil der Heimat verloren hat.

Auf den Parkplätzen an der Scheffelhalle geparkte Fahrzeuge wurden durch die Wärmestrahlung des Feuers beschädigt.

Aktuell laufen Nachlöscharbeiten - die Einsatzkräfte vor Ort sind deutlich reduziert und löschen die noch bestehenden Glutnester ab, aus denen sich auch immer wieder Flammen entwickeln. Im Laufe des Tages wird dann die Kriminalpolizei die Einsatzstelle übernehmen und Untersuchungen zur Brandursache beginnen.

Wir wissen, dass es viele Spekulationen über die Ursache des Brandausbruchs gibt, vor allem auch in Bezug auf die kürzlich geführte Diskussion über die geplante Sanierung der Scheffelhalle.

Wir bitten Euch alle, Ruhe zu bewahren und die Polizei ihre Ermittlungen aufnehmen zu lassen - auch wir Einsatzkräfte überlassen die Beurteilung, wo und wie der Brand ausgebrochen ist, den Profis der Kriminalpolizei.

Feuerwehr Singen


Ein Schaden in Millionenhöhe ist bei einem Großbrand eines Veranstaltungsgebäudes am frühen Dienstagmorgen gegen 01.00 Uhr im Stadtgebiet von Singen entstanden. Aus bislang noch unbekannter Ursache brach in der unter Denkmalschutz stehenden, fast 100 Jahre alten Scheffelhalle, ein Feuer aus, welches sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Vollbrand entwickelte. Die Rauchsäule und der Feuerschein waren von weitem sichtbar.

Beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Konstanz sowie bei der Integrierten Leitstelle des Landkreises gingen deswegen eine Vielzahl von Notrufen ein. Trotz des beherzten Eingreifens der Feuerwehr Singen mit Teilortswehren und Unterstützung umliegender Wehren, welche mit einem Großaufgebot von 50 Feuerwehrkräften vor Ort waren, konnte ein vollständiges Abbrennen der Halle nicht verhindert werden. Der Feuerwehr gelang es ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Gebäude durch Funkenflug zu verhindern.

Personen kamen glücklicher Weise nicht zu schaden. Die Anwohner wurden über verschiedene Medien gebeten, wegen der Geruchs- und Rauchbelästigung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Für die Dauer der Löscharbeiten, die aktuell (Stand 17.11.2020, 03.00 Uhr) noch andauern, musste die Schaffhauser Straße komplett gesperrt werden. Der Oberbürgermeister der Stadt Singen machte sich vor Ort ein Bild des Geschehens. Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere Millionen Euro.

Polizei

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