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13.08.2025 23:34

Elmshorn Pinneberg

Schleswig-Holstein

Feuer in Lebensmittelproduktionsanlage beschäftigt Feuerwehr und THW

Seit 23.30 Uhr brennt es in einem Lebensmittel verarbeitenden Betrieb in der Elmshorner Westerstraße.

Mitarbeitende der Produktion bemerkten offene Flammen. Gleichzeitig hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Die Feuerwehr wurde daraufhin sofort mit dem Stichwort "Feuer, größer Standard" alarmiert.

Die ersten eingesetzten Kräfte um Zugführer und Einsatzleiter Detlef Hartwich begannen mit der Brandbekämpfung. Dafür musste der Brand allerdings erst in der komplexen Produktionsanlage lokalisiert werden.

Nachdem die Feuerwehr gemeinsam mit dem Betriebspersonal verschiedene Teile der Anlage abgesucht und ausgeschaltet hatte, konnte gegen 1.00 Uhr mit der konkreten Brandbekämpfung begonnen werden. Um den Brandherd weiter zu lokalisieren, mussten die Einsatzkräfte im weiteren Einsatzverlauf verschiedene Teile der Anlage öffnen.

Der Schwerpunkt liegt darin, eine Brandausbreitung zu verhindern, weswegen die Feuerwehr äußerst vorsichtig in der Anlage vorgeht. Da sämtliche Arbeiten nur unter Atemschutz durchgeführt werden können, sind aktuell bereits über 10 Trupps mit jeweils zwei Einsatzkräften zur Brandbekämpfung vorgegangen. Um genügend Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle zu haben, sind die Feuerwehren Klein Nordende und Pinneberg mit entsprechendem Personal angefordert worden.

Um das Brandgut durch ein Fenster aus dem Gebäude zu befördern, ist ebenfalls ein Teleskoplader vom THW an der Einsatzstelle.

Vom Betriebspersonal wurde keine Person verletzt. Eine Einsatzkraft klagte zwischenzeitlich über Kreislaufbeschwerden, konnte aber an der Einsatzstelle verbleiben.

Der Einsatz wird sich noch in die späteren Morgenstunden ziehen.

Zur Schadenhöhe und Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Update:

Der Einsatz der Feuerwehr in einem lebensmittelverarbeitenden Betrieb in Elmshorn dauert weiterhin an.

Bei einer Nachkontrolle der Produktionsanlage in dem betroffenen Gebäude wurde in einem 60 Kubikmeter großen Silo ein weiterer Brand festgestellt. Durch das Lüftungssystem der Anlage waren feinste Brandpartikel in den mit 10 bis 15 Kubikmeter Getreidestäube gefüllten Silo gefallen und hatten diese in Brand gesetzt.

Die Feuerwehr hat die Lage im Griff, die Löscharbeiten gestalten sich aber als aufwendig, weil das Material kontrolliert aus dem Silo herausgeholt und abgelöscht werden muss. Dazu baut die betroffene Firma aktuell eine spezielle Vorrichtung. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann mit der Bergung der Produktionsreste begonnen werden.

Die Löscharbeiten werden sich daher voraussichtlich noch über mehrere Stunden hinziehen.

Aktuell sind 20 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Elmshorn und Seester im Einsatz.

Ursprünglich war das Feuer gegen 23.30 Uhr gestern Abend in einer Pelletpresse ausgebrochen, in der Produktionsreste aus der Haferflocken-Herstellung zu Pellets gepresst werden. Der Brand in der Presse konnte im Laufe der Nacht nach aufwendigen und personalintensiven Löscharbeiten erfolgreich bekämpft werden.

Update:

Fast 23 Stunden nach dem ersten Alarm konnten die letzten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr heute Abend (14.8.) gegen 22.20 Uhr vom Betriebsgelände von Peter Kölln in Elmshorn abrücken.

Gegen 23.30 am späten Mittwochabend war in einer Produktionsanlage des Betriebes ein Feuer ausgebrochen. In der Anlage werden Getreidereste, die bei der Haferflockenherstellung anfallen, zu Pellets gepresst.

Mitarbeiter der Nachtschicht hatten den Brand entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Nahezu zeitgleich löste auch die Brandmeldeanlage aus.

Bereits vor Eintreffen der Feuerwehr hatten die Mitarbeiter des Betriebs Eindämmungsmaßnahmen getroffen, so dass der Brand zunächst auf die Pelletpresse begrenzt werden konnte.

Dennoch gestaltete sich die Brandbekämpfung als aufwendig und personalintensiv. Denn die Presse musste von Feuerwehrleuten unter schwerem Atemschutz geöffnet und per Hand ausgeräumt, die glimmenden Produktionsreste abgelöscht und ins Freie gebracht werden. Mehrere Kubikmeter der Pelletreste wurden auf diese Weise aus der Anlage geborgen.

Die Reste wurden in Säcke gefüllt und mit Hilfe eines Teleskop-Radladers des THW Pinneberg aus dem 2 OG des Produktionsgebäudes geholt.

Um ausreichend Atemschutzgeräteträger für die schweißtreibende Arbeit vorhalten zu können, ließ Einsatzleiter Detlef Hartwich zusätzliche Kräfte aus Pinneberg und Klein Nordende alarmieren. Bis in den frühen Morgen waren mehr als 30 Atemschutzträger im Einsatz.

Gegen 6.45 Uhr war der Brand in der Presse gelöscht. Die meisten der mehr als 70 Kräfte von Feuerwehr und THW konnten in ihre Wachen zurückkehren.

Da die Produktionsanlage sich über mehrere Stockwerke erstreckt und ihre Teile über Laufbänder und Lüftungsanlagen miteinander verbunden sind, führte die Feuerwehr im Anschluss der Löscharbeiten noch eine umfangreiche Kontrolle der Anlage durch. Dabei wurde in einem etwa 60 Kubikmeter großen Silo oberhalb der Pelletpresse Rauch entdeckt.

Messungen mit der Wärmebildkamera und so genannten Heulanzen ergaben, dass die feinen Getreidereste in dem Silo Feuer gefangen hatten.

Aus dem Silo werden die Getreidereste normalerweise in die Pelletpresse gefördert, wo die Pellets für Biogasanlagen oder Tierfutter gepresst werden. Um die Reste möglichst effizient verarbeiten zu können, werden in der Presse Stäube aufgefangen und über eine Lüftungsanlage erneut in den Silo geleitet. Dabei war hochwahrscheinlich in der Anfangsphase des ursprünglichen Feuers brennendes Material aus der Presse in den Silo geleitet worden.

Um den Brand in dem Silo zu bekämpfen, installierten Techniker der Kölln-Werke ein Rohr, mit dem Getreidereste in ein Mulde befördert und in Container außerhalb des Gebäudes gebracht werden konnte. Dort wurden glimmende Reste abgelöscht.

Diese Arbeiten erwiesen sich als nicht weniger aufwendig und aufgrund der hohen Tagestemperaturen als nicht weniger schweißtreibend als die Löscharbeiten in der Nacht.

Die Löscharbeiten am Tag und in den Abendstunden übernahmen unter schwerem Atemschutz die Freiwilligen Feuerwehren aus Seester und Horst, die zusammen mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort waren. Die Feuerwehr Horst rückte um 21.45 Uhr ein. Danach erfolgte eine letzte Kontrolle der Anlage und gegen 22.15 Uhr die Übergabe der Einsatzstelle an Peter Kölln.

Insgesamt waren während des gesamten Einsatzes mehr als 100 Einsatzkräfte von sechs verschiedenen Feuerwehren eingesetzt. Darunter die FF Alveslohe, die eine Heulanze nach Elmshorn brachte.

Warum es zu dem Brand in der Presse gekommen war, ist Bestandteil der Brandermittlungen. Auch zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.


Der Einsatz der Feuerwehr in einem lebensmittelverarbeitenden Betrieb in Elmshorn dauert weiterhin an.

Bei einer Nachkontrolle der Produktionsanlage in dem betroffenen Gebäude wurde in einem 60 Kubikmeter großen Silo ein weiterer Brand festgestellt. Durch das Lüftungssystem der Anlage waren feinste Brandpartikel in den mit 10 bis 15 Kubikmeter Getreidestäube gefüllten Silo gefallen und hatten diese in Brand gesetzt.

Die Feuerwehr hat die Lage im Griff, die Löscharbeiten gestalten sich aber als aufwendig, weil das Material kontrolliert aus dem Silo herausgeholt und abgelöscht werden muss. Dazu baut die betroffene Firma aktuell eine spezielle Vorrichtung. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann mit der Bergung der Produktionsreste begonnen werden.

Die Löscharbeiten werden sich daher voraussichtlich noch über mehrere Stunden hinziehen.

Aktuell sind 20 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Elmshorn und Seester im Einsatz.

Ursprünglich war das Feuer gegen 23.30 Uhr gestern Abend in einer Pelletpresse ausgebrochen, in der Produktionsreste aus der Haferflocken-Herstellung zu Pellets gepresst werden. Der Brand in der Presse konnte im Laufe der Nacht nach aufwendigen und personalintensiven Löscharbeiten erfolgreich bekämpft werden.

Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

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