Schadesträchtiger Brand in Feuerwehrgerätehaus [ Einsatzbericht / Unterensingen ]

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15.06.2026 18:35

Unterensingen Esslingen

Baden-Württemberg

Schadesträchtiger Brand in Feuerwehrgerätehaus

Ein Brand im Feuerwehrhaus Unterensingen hat am Montagabend einen Großeinsatz ausgelöst. Rund 140 Einsatzkräfte sind vor Ort, das Gebäude und mehrere Fahrzeuge wurden ein Raub der Flammen.

Am Montagabend kurz nach 18:30 Uhr wurde die Feuerwehr Unterensingen durch einen Brandmelderalarm im eigenen Feuerwehrhaus alarmiert. Kommandant Jens Entzminger erkannte bereits auf der Anfahrt die Tragweite der Lage und ließ umgehend weitere Kräfte nachalarmieren.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte kam es zu Explosionen im Gebäude. Zwei Personen eines angrenzenden Getränkemarkt wurden vorsorglich evakuiert. Die ersten Kräfte leiteten sofort eine Riegelstellung ein, um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Ein Innenangriff war aufgrund der Lage zunächst nicht möglich.

Im weiteren Verlauf übernahm Kreisbrandmeister Guido Kenner die Einsatzleitung. Das Dach des 2001 eingeweihten und 2018 erweiterten Feuerwehrhauses wurde über zwei Drehleitern geöffnet, um eine gezielte Brandbekämpfung zu ermöglichen. Insgesamt kommen 9 Löschrohre, 2 davon über Drehleitern zum Einsatz. Die Wasserversorgung wird über drei Tragkraftspritzen vom nahegelegenen Neckar sichergestellt.

Trotz der massiven Brandentwicklung konnten größere Schäden an umliegenden Gebäuden verhindert werden. Lediglich ein Transporter wurde leicht beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Das Feuerwehrhaus mit fünf Fahrzeugboxen sowie mehrere Fahrzeuge - darunter zwei Löschfahrzeuge, ein Gerätewagen Logistik, ein Mannschaftstransportwagen sowie ein erst wenige Monate altes Mittleres Löschfahrzeug - und das Inventar und die Einsatzkleidung wurden jedoch komplett zerstört.

Zur Unterstützung der Einsatzmaßnahmen war auch eine Drohneneinheit der Polizei im Einsatz. Über die Warn-App NINA wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Im Einsatz sind rund 140 Feuerwehrangehörige aus den umliegenden Städten und Gemeinden Wernau, Oberboihingen, Köngen, Wendlingen, Kirchheim unter Teck und Nürtingen. Das Deutsche Rote Kreuz ist mit fünf Fahrzeugen und rund 30 Kräften, darunter Einheiten der psychosozialen Notfallversorgung, vor Ort. Ebenfalls sorgte das DRK für die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Neben Bezirksbrandmeister Adrian Wibel verschafften sich auch Landrat Marcel Musolf sowie Bürgermeister Robin Schmitt ein Bild von der Lage. Die Löscharbeiten werden sich noch über mehrere Stunden hinziehen.

"Gemeinsam mit dem Kreisbrandmeister werden wir in den nächsten Tagen Lösungen für Unterensingen erarbeiten", erklärte Landrat Musolf vor Ort.

Markus Mühlhäuser und Carsten Zander - Fachberater Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren des Landkreises Esslingen


Am frühen Montagabend sind zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei in die Kelterstraße ausgerückt, nachdem mehrere Passanten gegen 18.35 Uhr über Notruf eine erhebliche Rauchsäule gemeldet hatten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen große Teile des Gerätehauses der Feuerwehr Unterensingen im Vollbrand.

Die umliegenden Feuerwehren, welche mit 140 Einsatzkräften und 22 Fahrzeugen ausgerückt waren, leiteten umgehend die Löscharbeiten ein. Trotz des raschen Eingreifens konnte nicht verhindert werden, dass das Gebäude nahezu vollständig ein Raub der Flammen wurde. Vier im Inneren geparkte Feuerwehrfahrzeuge, ein Feuerwehrboot, ein Gabelstapler sowie zahlreiche Ausrüstungsgegenstände wurden zerstört. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Ermittlungen zur bislang unbekannten Brandursache dauern an. Der Schaden am Inventar und Gebäude beläuft sich den ersten Schätzungen zufolge auf etwa zehn Millionen Euro. Da Teile der Dachkonstruktion einsturzgefährdet waren, musste sie noch in der Nacht mittels eines Baggers abgetragen werden.

Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung mussten mehrere Schlauchleitungen über die Kreisstraße 1219 an den angrenzenden Neckar gelegt und die Fahrbahn voll gesperrt werden. Die Sperrung dauert zur Stunde weiterhin an, durch die Straßenmeisterei wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet. Neben zahlreichen Einsatzkräften der Polizei befand sich der Rettungsdienst mit rund 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen am Einsatzort.

Polizeipräsidium Reutlingen

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Weitere Berichte zu diesem Einsatz:

Großbrand in Unterensingen: Feuerwehrhaus droht einzustürzen - NÜRTINGER ZEITUNG

In Unterensingen brennt aktuell das Feuerwehrmagazin. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Der Einsatz wird wohl bis Dienstag dauern. Aktuelles zum Brand gibt es hier.


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