Wie Gewitter erwachsen werden

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Warnmeldungen
Starke Rauchentwicklung durch Brand
Wegen eines größeren Brandereignis im Stadtgebiet Nördlingen kommt es zu einer starken Rauchentwicklung.
Integrierte Leitstelle Augsburg
18.09.2019 22:21

Ausfall der Telefonnummer 19222
Auf Grund einer technischen Störung ist die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst des Landkreises Göppingen über die Rufnummer 19222 nicht erreichbar.
Notrufe melden sie bitte unter der Rufnummer 112
Die Meldung wurde von der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst Göppingen angefordert
Innenministerium Baden-Württemberg durch Auslösestelle Berufsfeuerwehr Reutlingen.
18.09.2019 18:57

Weltkriegsbombe in Trier-Euren wird am Sonntag entschärft
Die Stadt Trier bittet um folgende Durchsage:
Die Weltkriegsbombe auf dem Sportplatz der Bezirkssportanlage Trier-West in Trier-Euren wird am Sonntag, 22. September, gegen 12.30 Uhr durch Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes entschärft. Dazu müssen rund 2.300 Bewohnerinnen und Bewohner ab 11:00 Uhr ihre Häuser im Gefahrenbereich in einem Radius von etwa 500 Metern um die Fundstelle für circa drei Stunden verlassen.
Der Gefahrenbereich umfasst folgende Straßen (alphabetisch sortiert):
Am Irminenwingert (dort von Nr. 37 bis 43), Am Irrbach, An der Lokrichthalle, Eifelstraße, Eurener Straße (dort von Nr. 51 bis 169 und Nr. 170a, 172, 174 und 176), Holbeinstraße, Im Geimersfeld (dort von Nr. 1 bis 10), Im PI Park, Im Schankenbungert, Im Speyer (dort von Nr. 3 bis 11), Jägerstraße, Jahnstraße, Lenus-Mars-Straße, Ludwig-Steinbach-Straße (dort von Nr. 2 bis 4), Martha-Bach Straße, Mohrenkopfstraße, Nikolaus-Theis-Straße, Ottostraße (dort von Nr. 1 bis 19a), Reichertsberg, Schalkenbachstraße, Schweringstraße, Spirostraße, Tempelweg, Udostraße (dort von Nr. 2 bis 46 gerade und von Nr. 9 bis 29 ungerade) und Werner-Siemens-Straße.
Der Gefahrenbereich wird am Sonntagvormittag von den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehren gesperrt. Ab 10:00 Uhr wird die Einfahrt nicht mehr möglich sein. Die Stadtbusse werden umgeleitet.
Für Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, steht die Halle im Messepark als Aufenthaltsmöglichkeit zur Verfügung. Für betroffene Bürgerinnen und Bürger fahren zwei Sonderbusse von 10:30 Uhr bis 11 Uhr durch das gesperrte Gebiet zum Messepark.
Das Altenheim in Euren im Randbereich des Evakuierungsbezirkes muss nicht evakuiert werden, die Sicherheit der Bewohner wird anderweitig gewährleistet.
Für Bürgerinnen und Bürger richtet die Stadtverwaltung ein Infotelefon ein, das ab Donnerstag, 19.09. ab 09:00 Uhr erreichbar ist. Telefonnummer: 0651/718-1817
Für weitere Fragen und Probleme wird ab 19.09. - 09:00 Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet. - 0651-718-1817
Integrierte Leitstelle Trier, Rheinland-Pfalz
18.09.2019 18:02

Abkochanordnung - Keime im Trinkwasser Heimberggruppe
Wichtige Information für folgende Gemeinden bzw. Gemeindeteile:
Ammerfeld, Asbrunn, Attenfeld, Bergen, Bertoldsheim, Burgmannshofen, Ellenbrunn, Erlbach, Joshofen, Hatzenhofen, Hütting, Kienberg, Mauern, Rennertshofen, Riedensheim, Rohrbach, Stepperg, Treidelhei m, Trugenhofen, Unterstall
Bei einer Routinebeprobung des Trinkwassers der Heimberggruppe wurden am Montag, 16. September 2019 im Wassernetz Bakterien (Enterokokken) nachgewiesen. In den nächsten Wochen wird das Wasser zusätzlich gechlort, um das Wasser überall im Verteilungsgebiet wirksam zu entkeimen. Das Abkochgebot wird aufgehoben sobald die Chlorung aufgebaut ist.
Die Bevölkerung in den entsprechenden Gemeinden und Ortsteilen wird per Handzettel informiert.
Durch den Nachweis von Enterokokken (Darmbakterien) ist die Übertragung von Krankheiten wie z.B. Durchfall über das Trinkwasser nicht ausgeschlossen. Laut Gesundheitsamt soll deshalb ab sofort das Trinkwasser der Heimberggruppe unbedingt nur noch in abgekochtem Zustand benutzt werden. Das Abkochgebot kann voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche wieder aufgehoben werden.
Zweckverband zur Wasserversorgung der Heimberggruppe - 08434/484
Integrierte Leitstelle Ingolstadt
16.09.2019 16:06

Blaualgenvorkommen am Lech
Blaualgenvorkommen am Lech
Warnung für Schwimmer, Wassersportler und Hundebesitzer
Im Zuge des Blaualgenvorkommnisses am Mandichosee (Landkreis Aichach- Friedberg) wurden in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt von der Forschungsstation der TU München weitere Gewässer südlich des Mandichosees auf Blaualgen untersucht. Das Landratsamt Landsberg am Lech ist soeben darüber informiert worden, dass an den Lechstaustufen 18, 19, 20 und 21 Blaualgen bereits mit dem bloßen Auge festgestellt wurden. Durch eine anschließende mikroskopische Untersuchung konnte der Verdacht bestätigt werden.
Dem Landratsamt Landsberg am Lech wird in Kürze ein Badeverbot und eine Nutzungsuntersagung für Wassersportler und Angler erlassen. Auch vor dem offiziellen Inkrafttreten der Verbote wird dringend geraten diese Gewässer und den Uferbereich zu meiden.
Des Weiteren sollten Hundebesitzer darauf achten, ihre Hunde nicht in die Nähe des Gewässers zu lassen. Das von den Blaualgen ausgeschüttete Toxin ist für Hunde bei Aufnahme tödlich.
Herr Tobias Reinhold, Landratsamt Landsberg am Lech - 08191/129-1200
Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck
13.09.2019 12:55

Blaualgenvorkommen im Lech
Blaualgenvorkommen am Lech
Warnung für Schwimmer, Wassersportler und Hundebesitzer
Im Zuge des Blaualgenvorkommnisses am Mandichosee (Landkreis Aichach- Friedberg) wurden in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt von der Forschungsstation der TU München weitere Gewässer südlich des Mandichosees auf Blaualgen untersucht. Das Landratsamt Landsberg am Lech ist soeben darüber informiert worden, dass an den Lechstaustufen 18, 19, 20 und 21 Blaualgen bereits mit dem bloßen Auge festgestellt wurden. Durch eine anschließende mikroskopische Untersuchung konnte der Verdacht bestätigt werden.
Vom Landratsamt Landsberg am Lech wird wohl in Kürze ein Badeverbot und eine Nutzungsuntersagung für Wassersportler erlassen. Auch vor dem offiziellen Inkrafttreten der Verbote wird dringend geraten diese Gewässer zu meiden.
Des Weiteren sollten Hundebesitzer darauf achten, ihre Hunde nicht in die Nähe des Gewässers zu lassen. Das von den Blaualgen ausgeschüttete Toxin ist für Hunde bei Aufnahme tödlich.
Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck
13.09.2019 12:06

Vorübergehende Änderung der Trinkwasserqualität: Abkochanordnung für die zentrale Wasserversorgung der Stadt Gersthofen
Derzeit wird im Trinkwasser des Versorgungsgebietes der Stadt Gersthofen ein in der Trinkwasserverordnung festgelegter Grenzwert überschritten, Keime wurden festgestellt. Die Ursache für die Belastung ist derzeit noch nicht bekannt, daher werden bis auf weiteres begleitend Wasserproben an mehreren Stellen im Netz, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, genommen. Gemeinsam mit dem staatlichen Gesundheitsamt des Landratsamtes Augsburg wird intensiv an der Ursachenfindung gearbeitet.
Die bisherige Trinkwasserqualität kann momentan in Gersthofen, den Ortsteilen Hirblingen, Batzenhofen, Edenbergen, Rettenbergen sowie Peterhof und in Holzhausen (Ortsteil von Gablingen) nicht garantiert werden. Um eine Gefahr für die Gesundheit auszuschließen wird darum gebeten, Wasser vorsorglich abzukochen, sofern es für die Zubereitung von Speisen, zum Kochen oder Trinken verwendet wird.
Hierfür muss das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen. Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen. Für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden soll ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwendet werden. Für Toilettenspülungen und andere Zwecke kann nicht abgekochtes Leitungswasser ohne Einschränkungen genutzt werden.
Die Stadtverwaltung informiert alle Bürgerinnen und Bürger über neue Entwicklung stetig. Über das Radio, die Tagespresse und die Website (www.gersthofen.de) werden weitere Informationen veröffentlicht.

Falls Bürgerinnen und Bürger weitere Fragen haben, wurde eine „Servicehotline Wasser“ eingerichtet. Diese ist 24 Stunden unter 0821/2491-333 erreichbar. - 0821/2491-333
Integrierte Leitstelle Augsburg
21.08.2019 15:00


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Forschung und Entwicklung

Wie Gewitter erwachsen werden

Satellitenmessungen für künftige Kürzestfrist-Vorhersagen und Warnungen

Satellitenmessungen aus dem Weltall könnten künftig dabei helfen, zeitiger vor Starkregen, Hagel und Blitzschlägen zu warnen. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) haben dazu die Temperaturen an der Wolkenoberkante von Gewittern in Mitteleuropa während ihres Wachstums ausgewertet. Dabei zeigten sich typische Veränderungen bereits eine halbe bis eine Stunde vor der Gewitterhauptphase, schreiben die Forscher im Fachblatt Journal of Applied Meteorology and Climatology.  

Typische Kumuluswolke beim Heranwachsen zu einer Gewitterwolke. Foto: Tilo Arnhold/TROPOS

Um mehr darüber zu erfahren, wie Kumuluswolken zu ausgewachsenen Gewittern werden, wurden Daten des Wettersatelliten Meteosat-8 analysiert. Meteosat hat zwar eines der modernsten Radiometer zur Erdbeobachtung an Bord. Trotzdem wird wegen der großen Entfernung zwischen seiner geostationären Bahn und der Erde das Wettergeschehen nur mit rund 3x6 Kilometern pro Pixel aufgelöst. Ein großer Vorteil ist aber, dass die Satellitenaufnahmen, sowohl im Bereich des sichtbares Lichtes als auch für die Wärmeabstrahlung in mehreren Spektralbereichen, aller fünf Minuten zur Verfügung stehen. Sie bieten damit die einzigartige Möglichkeit die zeitliche Entwicklung von Wolken genau zu charakterisieren. Mit Hilfe der zeitlichen Veränderung der Infrarottemperatur an der Wolkenoberkante kann so das vertikale Wachstum von Kumuluswolken abgeschätzt werden.

Auf diese Weise wurden neun starke Gewitter in Mitteleuropa aus dem Sommer 2012 genauer unter die Lupe genommen, die mit Starkregen, Hagel oder heftigem Wind für erhebliche Sachschäden sorgten. „Bei der Auswertung haben wir beobachtet, dass im Schnitt zwischen dem frühest detektierbaren Stadium einer Gewitterwolke und dem Zeitpunkt des schnellsten Anwachsens eine halbe bis dreiviertel Stunde vergehen. Dann dauert es noch rund eine weitere halbe Stunde, bis die Wolke „erwachsen“ geworden ist und an der Tropopause, der Oberkante der Troposphäre, anstößt. Von da an kann das Gewitter gefährlich werden“, berichtet Dr. Fabian Senf vom TROPOS. Die Beobachtung der Ausdehnung der Wolken per Infrarot aus dem All könnte also der Schlüssel zu frühzeitigeren Warnungen vor solchen Unwettern sein.

Die jetzt veröffentlichte Studie entstand im Rahmen des OASE-Projektes, das eine Kooperation zwischen TROPOS, dem Meteorologischen Institut der Universität Bonn und dem  Deutschen Wetterdienst im Rahmen des Hans-Ertel-Zentrums für Wetterforschung ist und von Dr. Silke Trömel (Uni Bonn) und Dr. Kathrin Wapler (DWD) geleitet wurde.  Eine neuartige Analyse wurde auf das Wachstum von Gewitterwolken in Europa angewendet. Ähnliche Untersuchungen dazu gab es bisher vor allem aus Nordamerika. Beide Kontinente werden jedoch von unterschiedlichen Satelliten beobachtet. Nordamerika wird bisher nur routinemäßig im 15-Minuten-Takt abgescannt. Erst ab 2016 wird der neue amerikanische Satellit GOES-R aller fünf Minuten ein aktuelles Bild liefern wie es bereits in Europa Standard ist. Die nächste Meteosat-Generation, die ab 2020 geplant ist, soll in diesem Wettrennen den Europäern wieder einen Vorsprung verschaffen. Geplant sind dann Aufnahmen aller zweieinhalb Minuten mit einer Auflösung von 1x2 Kilometern, was wesentlich mehr Details bietet und damit die Chance, die Entstehung solcher Unwetter noch genauer zu verstehen.

Bis diese Entdeckung die Wettervorhersagen revolutioniert, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Vorher gilt es, verschiedene Probleme in den Griff zu bekommen. Dazu gehört unter anderem auch, dass dünne Zirruswolken über den Gewitterwolken das Signal verfälschen und die Algorithmen bisher in die Irre führen können. Die Wissenschaftler wollen in Zukunft die Entwicklung von Gewittern untersuchen, Regen- und Blitzdaten einbeziehen und hoffen so, das Verfahren optimieren zu können, damit es künftig Einzug in Kürzestfrist-Vorhersagen und Warnungen der europäischen Wetterdienste halten kann.

Tilo Arnhold

Meteosat-Aufnahme eines Gewitters über dem Westen Deutschlands am frühen Nachmittag (14 Uhr lokaler Sommerzeit am 23.05.2012). Quelle: TROPOS / EUMETSAT

Publikation:

Fabian Senf, Felix Dietzsch, Anja Hünerbein, and Hartwig Deneke (2015): Characterization of Initiation and Growth of Selected Severe Convective Storms over Central Europe with MSG-SEVIRI. J. Appl. Meteor. Climatol., 54, 207–224. http://dx.doi.org/10.1175/JAMC-D-14-0144.1

Die Studie entstand im Auftrag des Hans-Ertel-Zentrums für Wetterforschung, einer Kooperation deutscher Universitäten und Forschungsinstitute mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD), und wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwickung (BMVBS) gefördert. Sie stand unter Leitung von Dr. Silke Trömel (Universität Bonn) und Dr. Kathrin Wapler (DWD). 

 

Links:

Meteosat http://www.eumetsat.int/website/home/Satellites/CurrentSatellites/Meteosat/index.html & http://www.tropos.de/entdecken/atmosphaerische-messdaten/satellitendaten/

AG Satellitenfernerkundung des TROPOS http://www.tropos.de/institut/abteilungen/fernerkundung-atmosphaerischer-prozesse-neu/ag-satellitenfernerkundung/

Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung http://www.dwd.de/ertel-zentrum



Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V.

Themengruppe: Katastrophenschutz

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