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Katastrophenschutz

14 Löschfahrzeuge für NRW

Bund unterstützt ergänzenden Katastrophenschutz des Landes mit 3,3 Millionen Euro 

In den beginnenden Osterrückreiseverkehr reihen sich am Donnerstag, 5. April 2018, ein paar ganz besondere Verkehrsteilnehmer: Mit Start in Bonn machen sich 14 fabrikneue Löschfahrzeuge vom Typ MB Atego mit ihren Mannschaften auf den Weg in ihre Feuerwachen in allen Regionen Nordrhein-Westfalens. Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat heute dem Land Nordrhein-Westfalen 14 Löschfahrzeuge (LF-KatS) im Wert von 3.304.000 Euro übergeben.

Chri­stoph Un­ger bei der Fahr­zeug­über­ga­be in Bonn-Drans­dorf

Die Fahrzeuge sind Bestandteil der ergänzenden Ausstattung, die der Bund den Ländern für den Zivil- und Katastrophenschutz zur Verfügung stellt. Das BBK stärkt damit nicht nur den Brandschutz in NRW, sondern sieht in einer guten Ausstattung der Feuerwehren auch einen grundlegenden Beitrag zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz. „Für den Zivilschutz bauen wir auf dem Katastrophenschutz der Länder und natürlich dem Engagement Tausender ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer auf. Daher müssen und wollen wir den Feuerwehrleuten eine moderne und verlässliche Technik mit auf den Weg geben“, sagte Christoph Unger bei der Übergabe.

BBK-Prä­si­dent Chri­stoph Un­ger über­gibt den sym­bo­li­schen Schlüs­sel an Cor­ne­lia de la Che­val­le­rie und den Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der nord­rhein-west­fä­li­schen Feu­er­weh­ren

Als Gäste waren auf dem Hof des Bestückungslagers in Dransdorf Cornelia de la Chevallerie, Abteilungsleiterin der Abteilung Gefahrenabwehr im nordrhein-westfälischen Innenministerium, Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und Jochen Stein, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) und Leiter der Bonner Berufsfeuerwehr dabei. Cornelia de la Chevallerie und Hartmut Ziebs betonten, wie wichtig im Zivil- und Katastrophenschutz die Ebenen übergreifende Zusammenarbeit ist. Die Fahrzeuge des Bundes stellten eine wichtige Ergänzung für die Schutzkonzepte der Länder dar und seien auch in Zukunft für die innere Sicherheit in Deutschland unentbehrlich.

Alles an Bord für den Einsatz

Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren aus Kreuzau, Leverkusen, Hagen, Hamm, Herne, Ennepetal, Arnsberg, Kirchhundem, Anröchte, Bad Berleburg, Werne, Bielefeld, Steinhagen und Lemgo nahmen je ein Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF-KatS) in Empfang. Am Tag der Übergabe erhalten die Feuerwehrleute eine mehrstündige Einweisung, die sie mit den Fähigkeiten und der Ausstattung des neuen Fahrzeugs bekannt macht. Der bei Feuerwehrleuten sehr beliebte Löschwagen kostet rund 233.000 Euro. Von der Feuerwehraxt, über Atemschutzgeräte, Schläuche und Funkgeräte verfügt das LF-KatS über alles, was im Einsatz benötigt wird.

Derzeit werden vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe insgesamt 108 Löschgruppenfahrzeuge Katastrophen-schutz mit einer Option über 198 weitere Fahrzeuge beschafft. Gleichzeitig läuft eine Beschaffung von 41 Schlauchwagen Katastrophenschutz mit einer Option über weitere 53 Fahrzeuge. Ein Muster-fahrzeug wird gegenwärtig vom BBK geprüft, sodass mit der Auslieferung der ersten Fahrzeuge frühestens im letzten Quartal 2018 gerechnet werden kann. Ob die jeweiligen Optionen in Anspruch genommen werden, hängt von den jährlich zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln ab. Ziel des BBK ist es, bis 2020 alle rund 400 Fahrzeuge für den Brandschutz an die Länder zu übergeben.

Das Bestückungslager in Dransdorf 

Übergeben wurden die Fahrzeuge auf dem Hof des BBK-Bestückungslagers im Bonner Stadtteil Dransdorf. Es ist regelmäßig Anlieferadresse für Waren aus den Beschaffungsmaßnahmen des Bundes im ergänzenden Katastrophenschutz. Vier Mitarbeiter kümmern sich hier unter anderem um die Annahme von Fahrzeugen und Geräten, die Bestückung der Fahrzeuge mit der vorgesehenen Ausstattung sowie schließlich um die Übergabe von Fahrzeugen und Geräten an die späteren Nutzerinnen und Nutzer. Für die Annahme von neu angelieferter Ausstattung und deren Zwischenlagerung stehen im Bestückungslager rund 2.000 Palettenstellplätze für Europaletten und Euro-Gitterboxen im Hochregallager zur Verfügung. Im Außenbereich finden über 300 LKW einen Parkplatz.



Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
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