Nordrhein-Westfalen lässt Tradition des „Warntags“ wieder aufleben

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Warnmeldungen
Katastrophenalarm Landkreis BGL; Dringender Hinweis für die Bevölkerung 14.01.2019 um 20:30 Uhr
Im Zusammenhang mit dem Katastrophenalarm im Berchtesgadener Land bitten die Einsatzleitungen die privaten Hauseigentümer unbedingt darauf zu achten, dass die Heizungskamine möglichst frei von Schnee sind. Auf keinen Fall dürfen die Kamine eingeschneit sein, da sonst die Gefahr besteht, dass der Abgasaustritt über die Kaminanlage nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert und eine entsprechende Gefährdung eintreten kann.
Integrierte Leitstelle Traunstein
14.01.2019 20:40

Aktuelles zum Katastrophenfall im Landkreis BGL 14.01.2019 um 17:45 Uhr
Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Bayerische In-nenminister Joachim Herrmann besuchten heute verschiedene Einsatzorte der Hilfskräf-te im Katastrophengebiet des Landkreises Berchtesgadener Land. Die beiden Minister nutzten die Gelegenheit, um sich ausführlich mit den örtlichen Einsatzleitungen und Führungskräften der zahlreichen Organisationen über die aktuelle Lage und bevorste-henden Aufgaben zu informieren. Seehofer zeigte sich beeindruckt von der reibungslo-sen Zusammenarbeit und dem Zusammenhalt der Einsatzkräfte unterschiedlichster Organisationen.
„Hier vor Ort sind ausgesprochen motivierte und kompetente Leute im Einsatz, denen ich mei-nen ausdrücklichen Dank sowie den Dank der gesamten Bundesregierung im Namen von Kanzlerin Angela Merkel ausspreche.“ Absolut wichtig für die Arbeit sei eine optimale Ausrüs-tung für die Regionen, so Seehofer. In Hinblick auf die kommenden Haushaltsberatungen stel-le sich dabei die Frage, wie diese weiter verbessert werden könne. „Wir haben es mit immer heftigeren Wetterereignissen zu tun“, so Seehofer. Unabhängig von den derzeitigen Katastro-phenfällen sei daher auch eine Verstärkung der Klimaschutzarbeit wichtig.
Staatsminister Joachim Herrmann bedankte sich ebenso wie Landrat Georg Grabner und Ers-ter Bürgermeister Franz Rasp für die „großartige Zusammenarbeit“ der Hilfskräfte. Stellvertre-tend am Beispiel des Landkreises Berchtesgadener Land richtete Herrmann seinen Dank an alle Einsatzkräfte in den Katastrophengebieten in Bayern. Allein am vergangenen Sonntag seien im Regierungsbezirk Oberbayern insgesamt 8.000 hauptberufliche und ehrenamtliche Hilfskräfte im Einsatz gewesen. Der Dank schließt auch die Arbeitgeber mit ein, die ehrenamt-lich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun schon seit mehreren Tagen von der beruflichen Arbeit freistellen, sodass diese an den Einsatzorten aushelfen können. Landrat Georg Grabner brachte es, an die Einsatzkräfte gerichtet, folgendermaßen auf den Punkt: „Was täten wir nur ohne unsere zahlreichen Ehrenamtlichen? Es wäre ohne Euch schlichtweg nicht leistbar, ein Ereignis solchen Ausmaßes zu bewältigen.“
Erster Bürgermeister Franz Rasp schilderte die außergewöhnliche Situation, die derzeit zu bewältigen ist: „In Berchtesgaden weiß man mit großen Schneemengen umzugehen. Zwei Meter Schnee ist keine ungewöhnliche Situation. Jedoch nicht zwei Meter Schnee innerhalb von 10 Tagen!“ Als Bitte richtete er den Wunsch an die beiden Spitzenpolitiker, die Kommunen finanziell stark auszustatten, damit sie für Situationen wie diese gerüstet und darüber hinaus mit überörtlicher Hilfe handlungsfähig sind.
Dass man in diesen Situationen auch auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angewiesen ist, hob noch einmal THW-Vizepräsident Gerd Friedsam hervor: „Die Beweggründe ehrenamt-licher Helfer stützt sich vor allem auf die Motivation, in Notsituationen zu helfen und auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten.“
Über aktuelle Zahlen zur Lage berichtete der örtliche Einsatzleiter für den Abschnitt „SÜD“ Anton Brandner. Derzeit seien i n den 5 südlichen Gemeinden rund 800 Dächer gemeldet, die von den Schneelasten befreit werden müssen. Bislang sind 350 Dächer im Einsatzabschnitt „SÜD“ freigeräumt. Für den gesamten Landkreis beläuft sich die Zahl der gemeldeten Dächer auf derzeit 977, wobei davon bislang rund die Hälfte abgearbeitet wurden. Brandner verdeut-lichte den Zeitaufwand damit, dass pro Haus eine Einsatzmannschaft von 10 Personen insge-samt vier Stunden benötigt, um die Schneelast vom Dach zu räumen. „Bei der großen Anzahl der gefährdeten Dächer ist schnell erkennbar, dass dies allein mit örtlichen Hilfskräften nicht mehr zu bewerkstelligen ist, sondern wir hier auf übergeordnete Hilfe angewiesen sind. Des-halb sind wir für die großartige Hilfsbereitschaft aus ganz Bayern und darüber hinaus außeror-dentlich dankbar.“
Im Anschluss an die Informationsgespräche mit dem Führungsstab des Einsatzabschnittes „SÜD“ im Feuerwehrhaus Berchtesgaden verschafften sich Bundesinnenminister Horst Seehofer und Staatsminister Joachim Herrmann ein Bild von den schwierigen Arbeiten bei der Dachräumung der Eishalle Berchtesgaden. Im Einsatzabschnitt „NORD“ informierten sie sich über die Räumungsarbeiten an tiefverschneiten Dächern von Wohngebäuden in Neukirchen am Teisenberg.
Lawinengefahrensituation
Die Gefahr von Lawinenabgängen bleibt zunächst unverändert groß. Unter Berücksichtigung der Wetterprognosen für die nächsten Tage ist eine grundlegende Entspannung der Lage nicht zu erwarten.
Verkehrssituation - Straßensperrungen
Die Verkehrssituation in Teilen des Berchtesgadener Landes bleibt in erster Linie wegen der hohen Lawinengefahr weiterhin angespannt, unter anderem muss auch das sogenannte „Klei-ne deutsche Eck“, die direkte Verbindung zwischen Salzburg und Saalfelden/Lofer, vorerst gesperrt bleiben.
Aktuell sind folgende Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Berchtesgadener Land aktuell (Stand: 14. Januar 2019, 17:00 Uhr) gesperrt:
• B 21: in beiden Richtungen zwischen Unterjettenberg und Bad Reichenhall/Höhe Fest-platz
• B 305: in beiden Richtungen von Unterjettenberg bis zum Wachterl in Ramsau b. Berchtesgaden (Taubensee)
• B 305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen ST 2101 und B 21 (sogenannter Weinkaser)
• B 305: in beiden Richtungen zwischen Inzell und Weißbach a. d. Alpenstraße im Bereich Gletschergarten
• Staatsstraße 2102: in beiden Richtungen zwischen Oberteisendorf und Neukirchen
• Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen vom Kreisverkehr Dokumentation Obersalz-berg bis Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden)
• Staatsstraße 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt
• Kreisstraße BGL 5 (Tiefenbachstraße): Marktschellenberg
Alle aktuell gültigen Sperrungen von Gemeinde- bzw. Forststraßen, Rad-/Wander- und Geh-wegen können Sie den jeweiligen Meldungen auf den Gemeinde-Websites entnehmen.
Bürgertelefon
Das Bürgertelefon (Telefon: +49 8651 773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land für Bürgerinnen und Bürger aus den K-Fall-Gemeinden ist am Dienstag, 15. Januar 2019, von 9:00 bis 18:00 Uhr erreichbar sein.
---------------------------------------------------------------------
Wichtige Information für Medienvertreter:
Kontakttelefon im Landratsamt: +49 8651 773-561
Nächste Pressemitteilung, 15.01.2019, voraussichtlich 10:00 Uhr
Integrierte Leitstelle Traunstein
14.01.2019 20:33

Verkehrsstörung B21 - B305
„Die B21 ist ab sofort zwischen Bad Reichenhall (Festplatz) und Unterjettenberg gesperrt. Eine Umfahrungsmöglichkeit über die B305 zwischen Wegscheid und Unterjettenberg (Weinkaser) sowie die Schwarzbachwacht (Wachterl) ist nicht möglich. Die Sperrung dauert voraussichtlich länger als 24 Stunden.“
Integrierte Leitstelle Traunstein
13.01.2019 18:09

Zollernalbkreis
Gefahr durch Schneebruch in höheren Lagen
Aufgrund hoher Schneelast ist in höheren Lagen mit erheblicher Gefahr durch Schneebruch zu rechnen.
Äste können herabstürzen, Bäume umstürzen.
Straßen können dadurch blockiert sein.
(Information durch das Landratsamt Zollernalbkreis)
Baden-Württemberg, Lagezentrum der Landesregierung
08.01.2019 12:01


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Bevölkerungsschutz

Nordrhein-Westfalen lässt Tradition des „Warntags“ wieder aufleben

Minister Reul: „Mir war wichtig, das Thema Warnung wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken“

Pünktlich um 10:00 Uhr heulten heute am ersten „Warntag“ zeitgleich in allen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen die Sirenen. Ziel des landesweiten Aktionstages ist es, die örtlichen Warnkonzepte zu testen und der Bevölkerung die unterschiedlichen Warnungen wieder näherzubringen.

Aus diesem Grund hatte NRW-Innenminister Reul vor einiger Zeit entschieden, die Tradition der „Warntage“ wieder aufleben zu lassen. „Mir war wichtig, das Thema Warnung wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Nur wer gut informiert ist, kann in Gefahrensituati- onen richtig handeln“, sagte der Minister, als er heute in Krefeld die Sirenen der Stadt persönlich auslöste.

Getestet wurden unter anderem 4.328 klassische Sirenen, die Durchsagen mit Lautsprecherfahrzeugen und die Warn-App „Nina“ (Notfall- Informations- und Nachrichten-App des Bundes). „Wir wollen niemanden durch die Warnungen beunruhigen. Doch die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Menschen oftmals nicht ausreichend informiert gefühlt haben“, so Reul. Zur Erneuerung und Neubeschaffung von Sirenen und anderen Warnmitteln hat das Land den Kommunen in den zurückliegenden Jahren insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Gewarnt wird bei Gefahrensituationen wie Großbränden, Unwettern oder Bombenentschärfungen. „Wir haben ein sehr gut ausgearbeitetes Warnsystem erstellt. Aber auch das beste System kann nur dann funktionieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger darüber Bescheid wissen“, betonte Minister Reul .

Der landesweite Warntag ist keine einmalige Aktion, sondern wird künftig jährlich stattfinden - immer am ersten Donnerstag im September. Daneben werden die Sirenen in Zukunft auch am ersten Donnerstag im März ertönen. „Vielen, auch mir, war im Voraus nicht klar, welche Warnmittel es gibt, was die Warnsignale bedeuten und wie man sich verhalten soll. Ich hoffe, dass wir mit dem landesweiten „Warntag“ dem entgegenwirken“, sagte Innenminister Herbert Reul.

Ausführliche Informationen zum Thema „Warnung und Sirenen“ und zum Warntag NRW finden Sie unter: warnung.nrw

 



Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen

Dazu auch die Diskussion im Feuerwehr-Forum:
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